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Blog des Salzkammergutes

Die Leiden der jungen Marketenderinnen am Attersee und im Attergau

| Autor Attermauserl | 414 Views

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Es ist mir ein Bedürfnis, endlich einmal einen Missstand in unserer Gesellschaft aufzuklären – der (unterschätzte) Wert der Marketenderinnen unter den Musikerkollegen. Denn das ist gewiss, dass passiert nicht nur rund um die Attersee Gemeinden oder in St. Georgen, sondern im gesamten Salzkammergut.

Für all jene, die nicht wissen was eine Marketenderin ist: Das sind die hübschen Mädchen, gekleidet in hautenger und luftraubender Tracht, mit dem noch hübscheren Schnapsfässchen, die mit ihrer Schönheit und Hochprozentigen von der Dudelei der heimischen Musikgruppe ablenken sollen, falls notwendig ;-) .

Die alljährliche Marschwertung naht und die Gereiztheit der Musikanten ist fast nicht mehr zu ertragen. Sprüche, wie:

„Wenns ihr schon meints, dass in der ersten Reihe gehen müssts, dann a gscheid!“
„I kann ned spieln, i bin so abgelenkt von der da vorn!“

und der ewige Knüller:
„I mag an Schnaps!“ stehen bei jeder Probe an der Tagesordnung.

Hilft der Stimmung wahrlich gar nicht auf die Sprünge und dennoch vergeht die Marschwertung ohne nennenswerte Zwischenfälle und wir dürfen uns die Auszeichnung wieder abholen – wer hätte das gedacht?

Es lastet daher nicht nur der Marschiererfolg auf den Schultern der Mädchen, sondern auch ein Teil der Finanzen. Da wären wir beim altbewährten Schnapsverkauf, über das sich jede angehende Marketenderin bewusst sein sollte. Verkaufstalente sind hier erwünscht, denn nicht jeder liebt das 40%-starke Nass aus dem Fass. Zur Not opfern sich die Dirndln und heben ein Stamperl mit den Kunden um ein oder zwei Euro mehr im Körberl einzuheimsen. Wenn dies öfters geschieht und wir danach nicht mehr ganz so hübsch sind, dafür umso mehr lächeln, bitten wir vielmals um Entschuldigung – es ist ja zum Wohle des Vereins.

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