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Blog des Salzkammergutes

Rette sich wer kann?! Ein Badetag in Litzlberg am Attersee

| Autor Kathrin Wiesinger | 106 Views

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(Ein Bericht von Ursi Reiter)

Ich hätte nicht zu träumen gewagt, dass sich die Sonne nach nun fast zwei Wochen Regen nun doch endlich traut die Wolken mit ihren Strahlen zu durchdringen. Wachgekitzelt von ihrem Glanz strecke ich mich noch einmal und bin schon motiviert für einen Badetag am wunderschönen Attersee.Kurz gefrühstückt und schon geht es los in Richtung See. Anscheinend hat die Sonne nicht nur mich geweckt, denn auch gefühlte tausend andere Autofahrer haben in ihrem Navigationsgerät „Erfrischung durch den Attersee“ eingegeben.

 

Endlich in der Freibadeanlage Litzlberg angelangt, versuche ich mit meinem Handtuch und meinem Sonnenschirm noch irgendwo einen gemütlichen Platz zu ergattern. Neben dem Beachvolleyball-Platz, wo ich knackige Sportler beobachten kann? Oder doch lieber beim Kinderspielplatz? Aber vielleicht bietet mir auch der Platz neben der Strandbar einen gemütlichen Tag. Nein, ich entscheide mich für die erste Variante… Schließlich will man ja auch einen netten Ausblick genießen.

Mein Handtuch ausgebreitet, meinen Sonnenschirm aufgestellt, das Buch aus der Tasche geholt und schon kann die Erholung beginnen. Kaum die ersten Zeilen gelesen klingelt auch schon mein Telefon. Nichts mehr mit Entspannung, denke ich zuerst, doch mit dem Blick auf das Display erkenne ich, dass es meine beste Freundin ist. „Was ist“, fragt sie, „auf nach Litzlberg?“

Zwanzig Minuten später kommt nicht nur sie angeradelt, sondern auch fünf andere Freunde, die es sich nicht nehmen lassen, den sonnigen Tag mit mir, oder wohl eher am See, zu genießen… Der Radio geht an, sie spielen „Jetzt ist Sommer“ von den Wise Guys, ein Hit der absolut zu meiner Stimmung passt: Egal ob man schwitzt oder friert, Sommer ist was in deinem Kopf passiert…

Gegen Mittag meldet sich dann schließlich mein Magen… an der Strandbar gönne ich mir neben einem Aperol Spritzer auch noch ein lecker Baguette…Nach dem Essen nur nicht ins Wasser gehen… Denkste, ab in das kühle Nass und rein in die Abkühlung… kühl, das ist wohl das richtige Wort… die zwei Wochen Regen sind auch an den Seetemperaturen nicht spurlos vorübergegangen… zum Aufwärmen geht’s ab auf den Beachvolleyball-Platz, die knackigen Sportler haben ihn uns überlassen… vielleicht haben sie sich dann doch etwas zu sehr beobachtet gefühlt…Peinlich, peinlich, ich sag euch… als die Sportlichkeit verteilt worden ist hab ich ganz bestimmt irgendwo geschlafen…

…Plötzlich zeigt sich der Sommer wieder von seiner „besten“ Seite… Böse Wolken ziehen auf über dem Land, wo die Oberösterreichler schön wohnen…

Jetzt beginnt der witzige Teil… die Badegäste packen wie wild ihr Zeug zusammen… Hektisch werden Handtücher, Liegen, Sonnenschirme in die Autos gepackt… es schreien Mütter ihren Kindern, sie sollen doch endlich aus dem Wasser kommen… der Sturm kommt immer näher und die Badegäste zwängen sich in ihren Autos zurück auf die Straße, wo sich schon vor Minuten ein Stau gebildet hat. Hupen ertönen und aufheulende Motoren, wie wenn sie den Autos vor ihnen befehlen möchten schneller zu fahren, aber es hilft alles nichts… Von heruntergekurbelten Fenstern schreien wütende Fahrer, die endlich nach Hause wollen…

Ich und meine Freunde sitzen gemütlich unter meinem Sonnenschirm, der kurzerhand zu einem Regenschirm umfunktioniert wurde. Das ganze Getümmel und das Gehetze amüsiert uns blendend… So eine Vorstellung erhält man nur am Attersee… ein gelungener Abschluss für einen entspannten, amüsanten, unsportlichen Tag am See…

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