Über das Reisen ins Salzkammergut im Jahre 1809!
| Autor Ronald Felder | 410 Views
„Ich habe Ihnen versprochen, vielgeehrter Herr Hofrath, daß ich Ihr Wegweiser seyn will, wenn Sie die oberösterreichische Schweiz, das Salzkammergut, bereisen wollen.
Wenn Sie die Reise nach dem Salzkammergut zugleich mit einer Reise nach Wien verbinden wollen, so rathe ich Ihnen jedesaml, eher nach Gmünd als nach Wien zu gehen. Wenn Sie nach dem Mittagsmahle (um 2 Uhr) von Salzburg wegfahren, so sind Sie bis 7 Uhr Abends bequem zu St. Gilgen am Wolfgangsee, oder Abersee (so nennt man den Wolfgang-See gewöhnlich zu Salzburg) und Sie schiffen dann noch im Strahle der Abendsonne den herrlichen See hinab nach Wolfgang. Wenn Sie dann des anderen Morgens allenfalls auch erst um 8 Uhr von St. Wolfgang nach Glashütte fahren, so sind Sie bequem bis 11 Uhr zu Scherfling, bis 2 Uhr zu Undrach beym Bräuer, bis 4 Uhr zu Weissenbach, und bis Abends zu Ischl, wenn der Wirth zu Weissenbach auch seine Pferde nicht zu Hause hätte. Sie sind also hier in 12 Stunden auf 3 der größten und schönsten Seen Deutschlands gefahren, und haben noch 2 kleinere, den Irning-See und Krötensee, an welchen Sie zwischen der Glashütte und Scherfling vorübergehen, kennen gelernt.
Von Ischl fahren Sie über Laufen und Goisern bis an den Steg am Hallstädter-See. In längstens 2 Stunden ist dieser Weg zurückgelegt. Ihren Wagen schikken Sie hier zurück nach Ischel, denn Sie fahren jetzt über den Hallstädter-See, wo kein Unterkommen für Pferde ist, den Goiser- oder Gosau Zwang vorüber nach Hallstadt….“
(Auszüge aus „Europa erlesen. Das Salzkammergut“, original Schreibweise 1809).
Gewinnfrage:
Wie lange dauerte 1809 die Fahrt von Salzburg nach St. Gilgen?
a) 10 Stunden
b) 5 Stunden
c) 1 Stunde
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