Was hat Oar-Radln mit Ostern, mit Obertraun und mit Ordnung zu tun?
| Autor Michaela | 260 Views
Vor vielen Jahren gab es in Obertraun einen findigen Kopf. Er wollte, dass sich der kleine Ort Obertraun am Hallstättersee im Frühling so richtig herausputzen sollte.
Besonders störte ihn, wenn Scheibtruhen, Räder usw. einfach so rund um die Häuser standen. Er tat sich mit einigen lustigen Gesellen zusammen, und in der Nacht von Ostersonntag auf Ostermontag schlichen sie durch den Ort.
Alles was in irgendeiner Form Räder hatte, wurde verschleppt, auf Hüttendächer gelegt, an einen Strommasten gebunden, oder einfach ans andere Ende des Dorfes gebracht. Am nächsten Tag begannen die Obertrauner zu suchen.
Es war ein wildes Durcheinander, bis jeder wieder zu seinen Sachen kam. Niemand wusste wer die Übeltäter waren, und im nächsten Jahr in der Nacht von Ostersonntag auf Ostermontag, wiederholte sich dasselbe Spiel. Für die Nachtgeister war das ein Riesenspaß, und so entstand der lustige Brauch des „Oar Radlns“.
Jetzt kann man jedes Jahr am Abend des Ostersonntags beobachten, wie die Leute rund ums Haus wegräumen und die Hütten-, Garten- und Stalltüren schließen.
Doch die Nachtgeister finden immer noch einiges im Freien, und so kann man am Ostermontag so manches Fahrrad oder Gartengerät mit Rädern, auf einem Hüttendach liegen oder an einem Baum hängend sehen.
Niemand weiß mehr so richtig wann dieser Brauch ins Leben gerufen wurde, aber er lebt weiter und sorgt an jedem Osterfest für Lachen und Heiterkeit im Ort Obertraun.
Gewinnfrage:
An welchem See liegt Obertraun?
a) Gosausee
b) Hallstättersee
c) Traunsee
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