Unsere schöne Heimat – Die obere Bürglstein Rundwanderung in Strobl
| Autor kurt | 41 Views
Jeder der unser schönes Salzkammergut und insbesonders Strobl kennt, kennt auch den Bürglsteinrundwanderweg. Fast jeder, der einen Schritt vor den anderen setzen kann, ist ihn sicher schon gegangen. Aber…wer kennt den hohen Bruder dieses Rundwanderweges? Die obere Bürglsteinrundwanderung.
Ich entdeckte diesen romantischen Weg nur durch einen außergewöhnlichen Zufall, weil ich mich, verlockt durch einen schönen Waldweg, sagenhaft verirrt hatte. Seit dieser Zeit bin ich von diesem Höhenwanderweg begeistert.
Weil ich, wie schon so oft, durch Zeitmangel nur eine kurze Wanderung suchte, dachte ich wieder an diesen Rundwanderweg. Und so fuhr ich, von meinen Heimatort Bad Ischl aus, in Richtung Strobl. Dazu bog ich bei der ersten Abzweigung nach Strobl ab und fuhr aber nicht in den Ort, sondern in Richtung St. Wolfgang weiter. Bei der östlichen Einfahrt nach Strobl, welche jetzt zu einer Sackgasse degradiert wurde, bog ich ab und gleich links benützte ich den schönen, gebührenfreien Schotterparkplatz.
Ich zog meine Bergschuhe an und überquerte die Gemeindestraße in Richtung Bürglstein. Gleich tauchte ich in den Wald ein, wo ein kleiner Traktorweg begann. Diesen folgte ich und ging bequem bis zu seinem Ende. Dort war der erste Ausblickpunkt auf Strobl.
Der breite Weg endete hier und ich musste nun aufpassen, mich nicht wieder zu verirren. Nach ca. 30 Metern (aufpassen) bog ein Pfad nach rechts ab, der ziemlich steil bergauf führte. 5 Minuten später kam ich auf einen Querweg, wo ein Pfeil nach rechts wies. Dort ging ich links entlang des Steiges bis zur nächsten Abzweigung, wo ich nicht nach links flach, sondern geradeaus steil bergauf wanderte. Der steile Weg wurde nach ca. 10 Minuten Gehzeit flacher. Immer wieder öffneten sich wunderschöne Ausblicke nach Schwarzenbach.
Der weitere Weg war überwachsen mit wilden Himbeeren, die hier kiloweise an den Zweigen hingen (Bild 1). Da konnte ich nicht widerstehen und ich naschte bis mir fast der Magen platzte. Jetzt wusste ich, warum nur Insider diesen Weg kennen aber nur selten benützen. Herrlich war die Stille hier heroben, auf diesem kleinen, bewaldeten Hügel, mitten im Badetrubel am See unter mir.
Nach der Himbeernascherei startete ich wieder los. Nach einem kurzen Stück, da wurde der Name Glückswanderung Realität. Ein herrlicher Ausblick über das gesamte Wolfgangseegebiet – traumhaft schön. Wo hat man schon, nach einer so kurzen Wanderzeit, einen so zauberhaften Ausblick (Bild 2).
Schweren Herzens riss ich mich von diesem Anblick los und wanderte weiter. Aber Achtung: ABSTURZGEFAHR! Da ging es über ein paar Felsen bergab und ich musste sehr aufpassen. Wenn ich hier ausgerutscht wäre, hätte es keinen Halt gegeben.
Der weitere Weg war dafür aber umso schöner. Durch einen prächtigen Wald wanderte ich bergab bis zu einer Weggabelung, die rechts hinunter zum unteren Wanderweg geführt hätte. Ich aber wollte die Runde fertig gehen und so ging ich gerade aus. Nur ein paar Meter nach der Weggabelung erreichte ich eine Lichtung, es war der zweite Glücksplatz dieser Wanderung. Wieder erwartete mich ein überwältigender Ausblick über den gesamten Wolfgangsee (Bild 3). Noch dazu zu meinen Füßen eine Flora zum Verlieben. Alpendost (Bild 4), Graslilie (Bild 5), Ochsenauge (Bild 6), Traubenholunder (Bild 7), Johanniskraut (Bild 8), aufrechter Bärlapp (Bild 9) usw.
Schweren Herzens ging ich weiter. Der Weg führte weiter bergauf und dann wanderte ich wieder durch einen schönen Wald. Eine würzige, aromatische Luft ließ meine Lunge freier atmen. Da fiel mein Blick hinunter auf den Ort Strobl (Bild 10), im Hintergrund die Beschützer Rettenkogel, Bergwerkskogel, Rinnkogel, Sparber, Bleckwand usw.
Jetzt hieß es aber aufpassen. VERIRRUNGSGEFAHR. Wenn ich hier den falschen Weg erwischt hätte, wäre ich zu den Steinschlagnetzen gekommen, die keinen Übergang erlaubt hätten. Also hieß es AUFPASSEN! Zuerst ging ich den Weg entlang, mit zwei Kehren. Nach dieser Stelle nahm ich nicht den ersten Weg nach links bergauf, sondern erst den Zweiten. Der weitere Weg war angenehm und problemlos. Nach einer kurzen Wanderung schloss sich dann diese herrliche Runde.
Zum Schluss ging es wieder bergab auf dem Weg den ich anfangs heraufgekommen war. Nach einem schönen Waldweg erreichte ich wieder mein Auto.
Diese kleine Wanderung ist eine echte Glückswanderung für alle, die einen sicheren Schritt haben und unvergessliche Ausblicke auf das Wolfgangseegebiet und Strobl genießen wollen. Bergschuhe sind aus Sicherheitsgründen, notwendig. Für die reine Gehzeit sollte man 1 1/2 bis 2 Stunden einplanen. Ich wünsche Ihnen einen schönen Halbtagsausflug bei schönem Wetter.
Infos: 0043/664/4810366
© Bericht und Fotos vom Naturfotografen Kurt Reisenauer; 10 Fotos: © Kurt Reisenauer („ReiKu“)









